Heilkräuter und  Rezepte

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Safran (Crocus sativus)

Safran wird gerne zur Stärkung des Magens und Appetitlosigkeit eingesetzt. Auch die Leber profitiert durch die Bitterstoffe vom Safran. In kleinen Mengen kann Safran auch die Gebärmutter stärken und wirkt positiv auf Regelstörungen aus. Auf den Herzkreislauf wie Blutdruck, Cholesterin und Sauerstoffaufnahme in den Zellen hat Safran eine weitere positive Wirkung. Es ist ein Antioxidans, wirkt gegen Entzündungen und ist schmerzlindernd. Als homöopathisches Mittel wird es gerne zur Beruhigung eingesetzt oder Depressionen können positiv unterstützt werden. 

Die wertvollen Safranfäden als Gewürz veredeln diverse Kochgerichte oder sie dient als Färbemittel. 

Safran darf nur in geringen Mengen konsumiert werden. Bei Überdosierung kann es zu Nebenwirkungen wie Schwindel, Nasenbluten, Übelkeit, sogar zu Abort bei Schwangerschaften führen.

Safransalz selbstgemacht

6 EL               Fleur de Sel

2 g                 Safranpulver

1 TL               Koriandersamen

1 TL               Cayennepfeffer Granulat


Die Koriandersamen und das Cayennepfeffer-Granulat anmörsern und alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen. 

Anschliessend das Gewürzsalz in ein luftdichtes Gefäss abfüllen und trocken aufbewahren. 

Mit Safran werden Eintöpfe wie Paella, Ragouts, Nudel- und Reissgerichte, Suppe, klare Brühe sowie Fleisch gewürzt.

 

Tipp: Safran nicht zu früh beigeben, Hitze schadet dem zarten Gewürz. Erst gegen Ende der Kochzeit begeben


 

 

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Nelken/Gewürznelken (Syzygium aromaticum)

Die Nelken werden im medizinischen Bereich in Form von Tinkturen gerne als anregendes Magenmittel eingesetzt. Im Mund- und Rachenraum wirkt die Nelken desinfizieren und wurde schon im Mittelalter verwendet.  

In der Küche wird die Nelke zum Würzen von Getränken, Fruchtsäften, eingemachten Früchten, Kompott und würzige Backwaren vor allem in der Weihnachtszeit gebraucht. Nicht nur der Duft hat die Nelke bei uns beliebt gemacht, sondern auch ihre verdauungsfördernde Wirkung wird sehr geschätzt. Aber Achtung, die Nelken in allzu grosser Mengen sind ungesund. Eine Überdosis kann die Schleimhäute reizten. Jedoch verhindert der intensive Geruch eine zu grosse Konsumierung.

500 g             Blutorangenpüree

500 g             Randen, gekocht

100 ml           Zitronensaft

600 g             Zucker

1 Priese         Nelkenpulver

25 g               Geliermittel


Die gekochten Randen schälen und raspeln.

Alle Zutaten ausser dem Geliermittel unter ständigem Rühren aufkochen. Dann das Geliermittel beigeben und bis zur gewünschten Konsistenz einkochen.  

Mit dem Pürierstab mixen und heiss in Einmachgläser abfüllen.

 

Tipp: Passt toll zu Käse und Geflügelgerichten.

 

 

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Anis (Pimpinella anisum)

Anis wirkt gegen unangenehme Blähungen und stärkt den Magen. Bei Erkältungshusten in Form von Tee oder Salbe bringt Anis Linderung und wirkt beruhigend.

In Teemischungen wirkt er gut in Kombination mit Kümmel und Fenchel.

In der Küche wird Anis oft in Anisgebäcken zu Weihnachten oder zum Würzen des Brotes beigegeben. Zu Weiss- oder Rotkraut ist die Beigabe von Anis verdauungsfördernd. Weiter dürfen die zahlreichen Anisschnäpse nicht vergessen werden.

Apèrogebäck Anis-Sablés

Für ca. 60 Stück

 

100 g     Butter, weich

40 g       Zucker

1             Limette, abgeriebene Schale

¼ TL     Anis, gemahlen

30 ml     Milch

40 g       Haselnusspaste, geschmolzen

130 g     Mehl

              Anis, Fleur de Sel


Butter, Zucker, Limettenschale und Anispulver mit dem Mixer mischen.

Die Milch auf 50 C° erhitzen, nacheinander in drei Portionen unter die geschmolzene Haselnusspaste rühren und dies anschliessend unter die Buttermasse geben. Das Mehl darunterziehen.

Diesen Teig in einen Spritzsack mit der Lochtülle Nr. 6 abfüllen und auf einem Backbleck, das mit Backpapier bedeckt ist, kleine, runde Häufchen spritzen. Mit Anis und Fleur de Sel bestreuen und anschliessend auf 150 C° ca. 20 Minuten backen.

 


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Kürbis (Cucurbita pepo)

Im naturheilkundlichen Bereich werden vor allem die Kürbiskerne respektive die Samen eingesetzt. Sie wirken gut bei Blasenleiden, allgemein bei Blasenfunktionsstörungen oder Beschwerden beim Wasserlassen. Gute Ergebnisse wurden bei der Reizblase und Tonusschwäche oder auch bei gutartigen Prostataleiden bei älteren Männer verzeichnet. Die Wirkung der Kerne beeinflusst direkt den Mechanismus der Harnentleerung. Es ist daher sehr sinnvoll bei Blasenleiden die Kürbiskerne als natürliches Medikament, frei von Nebenwirkungen, als Unterstützung einzusetzen. Bei Kindern die bettnässen und kein organisches Leiden vorliegt, können die Kürbiskernen ebenfalls hilfreich sein.

Täglich 2 bis 3mal einen Esslöffel Kürbiskerne über einige Monate als Kur reicht aus um die Wirkung zu erzielen. Weniger effizient wirken die Kernen als Tee.

In der saisonalen Küche, wird der Kürbis im Herbst zu einer Delikatesse verarbeitete. Bekannt sind die Kürbissuppen, als Beilage auf einem Wildteller oder in einem Gebäck. Aber auch als Desserts wird beispielsweise aus einem Butternuss-Kürbis ein Parfait gezaubert.

Süsssauer eingelegter Kürbis

1 kg       Kürbiskugeln oder -würfel

2 dl       Weisswein

2 dl       Obstessig

2 dl       Wasser

400 g     Zucker

1             Lorbeerblatt

1             Zimtstange

2             Gewürznelken

30 g       Ingwer, fein geraffelt

etwas    Pfeffer

etwas    Englischsenf


Den Kürbis in Form schneiden. Entweder mit dem Pariserlöffel in runde Kugeln ausstechen oder in 1 cm grossen Würfel schneiden.

Zucker in der erhitzten Pfanne zergehen lassen und bevor es leicht caramelisiert mit Weisswein, Wasser und dem Essig ablöschen. Zusammen mit den Gewürzen zu einem Fond aufkochen.

Dann die Kürbiskugeln oder –würfel im heissen Fond glasig kochen. Sofort heiss mit dem Fond und Kräutern in Eimachgläser abfüllen und Bei 90 ° C im Ofen 15 Minuten sterilisieren.

Die warmen Einmachgläser auskühlen lassen und sie dann im Keller oder Kühlschrank bis zum Gebrauch aufbewahren.


Tipp: Der eingemachte Kürbis passt sehr gut kalt zu einem bunten Herbstsalat oder wer es lieber warm mag, kann ihn auch als Beilage auf einem Wildteller geniessen.

 


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Feige (Ficus carica)

Die Feigen schmecken nicht nur fantastisch, sondern sind auch sehr gesund. Sie sind sehr verdauungsfördernd mit den Ballaststoffen und bei Verdauungsträgheit haben sie eine leicht abführende Wirkung. Weiter haben diese Früchten ein hoher Gehalt an verschiedenen Vitaminen wie Vitamin B aber auch Mineralstoffe und Kalium.

Für die heilende Wirkung werden die süssen Feigen auch gerne in der Kinderheilkunde eingesetzt. Gerne verwendet man die Feige in Hustentees als Zusatz, da sie durch ihren Schleimwirkstoff lösend wirkt.

In der Küche werden die Feigen besonders gerne im Herbst, wenn die Früchten Saison haben, zu Wildgerichten gekocht. Aber auch verschiedene Desserts werden mit dieser Delikatesse gerne hergestellt oder ausgarniert.

Für 6-8 Portionen

 

4           Eigelb

2 EL       Zucker

2 EL       Vanillezucker

1 dl       Vollrahm. geschlagen

6-8         Feigen


Eigelb, Zucker und Vanillezucker auf dem Wasserbad warm schlagen bis die Masse luftig ist. Anschliessend mit der Rührmaschine kalt schlagen lassen bis die Masse heller ist und an Volumen zugenommen hat. Den geschlagenen Rahm unter die Kalte Masse ziehen.

Dann die Masse auf 6-8 backfeste Teller verteilen und die in Stücke geschnittenen Feigen im Kreis darauf verteilen.

Im Ofen auf der Grillstufe goldbraun gratinieren

Auf den fertigen Gratin eine kleine Kugel Zimtglace geben und sofort Servieren.

 

Tipp: Im Sommer kann die Gratinmasse auch mit Erdbeerstücke belegt werden und mit Vanilleeis serviert werden.

 


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