Heilkräuter und  Rezepte

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Pomeranze/Miniorange (Citrus aurantium)

Bei der Pomeranze wird meistens die Schale in Teemischungen oder das ätherische Öl als erfrischend, anregender Duft verwendet. Die Pomeranzenblüten oder auch Orangenblüten genannt haben eine beruhigende Wirkung und werden deshalb nicht nur auf Grund ihres lieblichen Aromas in Teemischungen beigegeben, sondern vielfach auch in Schlaf- und Nerventees zur Beruhigung beigemischt.

Die Pomeranze wirkt durch die Bitterstoffe appetitanregend und magensaftbildend vor allem gut geeignet bei Kindern, die schlecht essen. Sie ist verwandt denen uns bekannten Zitrusfrüchten wie Zitrone, Mandarine oder auch Grapefruit, diese werden jedoch nicht als Arzneimittel eingesetzt

Schoko-Orangenküchlein mit flüssigem Kern

Für ca. 7 Portionen

 

100 g     Butter, flüssig

100 g     Couverture, schwarz

35 g     Maizena

150 g     Zucker

3         Eier

etwas   Orangensaft, frisch gepresst


Zucker und Eier schaumig schlagen bis die Masse deutlich an Volumen zugenommen hat und hell ist. Zuckerkörner dürfen nicht mehr spürbar sein.

Couverture zerschmelzen und mit der Butter nacheinander in die Masse geben. Alles vorsichtig vermengen. Maizena sieben und unterziehen. Den frisch gepressten Orangensaft nach Belieben in die Masse beigeben.

In backfeste Förmchen geben und bei 180 ° C ca. 15 bis 20 Minuten backen. Anschliessen heiss mit Vanilleglace oder Doppelrahm servieren.

 

Tipp: Nun bei dem heissen Wetter, kühles Wasser mit Orangen-Zitronenschnitze bestückt, löscht den Durst schnell.

 


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Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)

Die Heidelbeere setzt man im getrockneten Zusatand als beliebtes Durchfallmittel besonders bei Kindern ein. Es wird eine konzentrierte Abkochung der trockenen Beeren gemacht und dann ca 1 dl dem Patienten zum Trinkt geben. Der Heidelbeerblättertee wirkt ebenso bei Durchfall, Husten, Magenbeschwerden, Blasenschwäche, Hauterkrankungen. Als äusserliche Anwendung als Waschungen und Umschläge lindert der Tee bei entzündeten Augen oder zur Behandlung von Brandwunden.

Zudem ist die Heidelbeere eine Vitamin-C-Bombe und frisch gepflückt runden sie das morgentliche Birchermüsli oder ein Dessert hervorragend ab.

Heidelbeeren können heute fast ganzjährig im Lebensmittelgeschäft gekauft werden. Zwischen Juli und September kann man die vielseitige Beere allerdings auch in Wäldern und Berggebieten ernten.

Achtung: In Schutzzonen ist das Sammeln der wohlschmeckenden Beeren gänzlich untersagt.

Heidelbeer-Konfitüre nach Grossmuters Art

1 kg       Heidelbeeren, frisch

900 g     Zucker

450 g   Wasser (2 Tassen)

etwas   Eiweiss


Die Beeren sorgfältig waschen und Blätter oder kleine Stiele entfernen.

Zucker und Wasser in einer Pfanne kalt verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann wenig Eiweiss beigeben und langsam ohne zu rühren aufkochen. Das Eiweiss wird zur Klärung des Zuckers verwendet. Durch das Aufkochen entsteht an der Oberfläche einen Schaum den man abschäumt, wenn die Flüssigkeit ganz klar ist. Als nächstes wird der saubere Zucker zu Faden gekocht (Flüssigkeit einkochen bis der Zucker bei der Probe zwischen Zeigefinger und Daumen einen Faden zieht)

Die Beeren nun beigeben und auf starker Hitze unter ständigem Rühren aufkochen.

Um zu wissen ob die Konfitüre die optimale Konsistenz hat einen Tropfen der heissen Masse auf einen kalten Teller geben. Zerfliesst der Tropfen nicht und bleibt sulzig ist die Konsistenz erreicht. Anschliessend in saubere, abgekochte Konfitürengläser einfüllen und auskühlen lassen.

 


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Holunder (Sambucus nigra)

Der Holunder fördert die körpereigenen Abwehrkräfte und ist vorbeugend gegen Erkältungen und Grippe. Die Hauptanwendung für die Holunderblüten ist der Schwitztee bei Fieber und Infektionskrankheiten. Auch wirken die Blüten blutreinigend bei Hautunreinheiten und üblem Körpergeruch. Die schwach harntreibende Wirkung der Holunderblüten kann bei Rheuma therapiebegleitend eingesetzt werden. Der rohe Beerensaft kann abführend oder brechreizfördernd wirken. Das gekochte Beerenmus jedoch ist sehr gesund und bringt bei Husten und Erkältungskrankheiten Linderung.  

Der Holunder war in alten Zeiten den Menschen heilig und er galt als Lebens- und Sippenbaum. Er ist aber auch das Zuhause der schützenden Hausgötter, so sagt es der Volksmund. Deswegen wächst er häufig in der Nähe oder direkt vor Stallungen, Speichern oder Bauerhäusern.

Für ca. 2, 5 Liter Sirup

 

12           grosse Holunder-Dolden

1,5 l       Wasser

4           Zitronen, dünn geschnitten

1,25 kg   Zucker

250 g     Gelierzucker

4 dl       Zitronensaft, frisch gepresst

 

Die Holunder-Dolden ausschütteln, nicht waschen und die dicken Stiele abschneiden. Zusammen mit dem Wasser kalt ansetzen und die Zitronenscheiben dazugeben. Dann alles 36 h an einem kühlen Ort ziehen lassen.

Durch ein Tuch passieren. Die eingelegten Zitronen nicht auspressen. Die Flüssigkeit probieren, sie darf nicht bitter sein. (sonst wegleeren!)

Zusammen mit dem Zucker, Gelierzucker und dem Zitronensaft aufkochen. Den aufgekochten Sirup sofort in sauberen, abgekochten oder "gesteamerten" Flaschen abfüllen.


Tipp: 1 Liter Wasser, Saft einer Zitrone, "ein Gutsch" Sirup und ein paar Eiswürfel ergeben ein erfrischendes Sommergetränk.



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Brennnessel (Urticaceae)

Die Brennnessel regt den gesamten Körperstoffwechsel an und hilft gegen Rheuma, Gicht, Galle- und Leberbeschwerden. Auch für eine höhere Harnmengenproduktion, zur Behandlung von Beschwerden beim Wasserlassen wird die Brennnessel erfolgreich eingesetzt.

Im Mai bis August werden die wildwachsenden Blätter gesammelt und davon vor allem Tees oder auch Suppen hergestellt. Im Spätsommer kann bei den weiblichen Pflanzen die essbaren Samen gesammelt, getrocknet und dann im Müsli als Vitaminbombe für die Stärkung von Haar und Nägel eingenommen werden. Ein Brennnesselsaft-Olivenölgemisch kann zur äusseren Anwendung gegen Akne und fettige Haut empfohlen werden.

Hildegard von Bingen setzte die Brennnessel gegen Wurmbefall und Vergesslichkeit ein.

1 Portion für den täglichen Bedarf


2 Hand voll   junge Brennnesselblätter

1                     kleine Gurke, entkernt

2 Scheiben   frischer Ingwer

1                     Orange

1                     Zitrone

10 Blätter     Petersilie

6 Blätter       Minze

etwas           Wasser

etwas           Cayenne-Pfeffer


Zitrone und Orange filetieren. Die Gurke in kleine Stücke und den Ingwer in möglichst feine Streifchen schneiden.

Alle Zutaten in einen Mixer geben und gründlich durchmixen – fertig ist der Energie-Shake, der die Verdauung anregt und munter macht.

 


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Bärlauch (Allium ursinum Liliaceae)

Bärlauch verwendet man vorwiegend bei Magen- und Darmstörungen, Appetitlosigkeit und Schwächezustände. Dem Patienten wird das Kraut entweder frisch gehackt oder in Form eines Saftes tropfweise verabreicht. Auch in der Küche wird der Bärlauch sehr gerne als Gewürz für Suppen, Salaten, Gemüse und vor allem zur Verfeinerung von Weichkäse und Quark gebaucht.

Bärlauch muss saisonal im Frühling von März bis Mai frisch gesammelt und anschliessend verarbeitet werden.

 

Achtung! Bärlauch sieht der giftigen Maiglöckchenblätter und der tödlich giftigen Herbstzeitlose zum Verwechseln ähnlich. Der starke Geruch nach Knoblauch beim Zerreiben der Bärlauchblätter und dass die Blätter einzeln aus dem Boden raus wachsen, ist eine gute Unterscheidungshilfe. Beim Maiglöckchen wachsen die Blätter paarweise am Stängel und es hat kleine, weisse, hängende Blüten. Die Herbstzeitlose wachsen zu mehreren Blättern aus einem Stängel und blühen violett.

Für 1 Einmachglas

     

150 g  Olivenöl

100 g  Pinienkernen

10 g    Knoblauch

40 g    Bärlauch, frisch


Knoblauch schälen und der Bärlauch waschen.

Alle Zutaten kalt im Mixer mixen bis eine feine Masse entsteht. In ein Einmachglas abfüllen und kühl aufbewahren.

 

Tipp: Das Bärlauchpesto schmeckt hervorragend zu Pastagerichten, kann aber auch in Massen wie Kartoffelmassen oder Flädliteig eingearbeitet werden und damit dem Gericht eine zarte Frühlingsnote verleihen.

 


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